Was ist LOM®?


Das Lösungsorientierte Malen LOM® ist eine kunst­therapeutische Methode, in der Anliegen direkt und strukturiert malend geklärt werden können.
Unter Lösungsorientierung wird oft verstanden, dass wir am Ende eine Lösung wissen. Dies hilft manchmal nicht weiter. Es mangelt meist nicht an gewussten Lösungen.

Beim LOM® geht es vielmehr darum, Störendes durch störungsfreie Bilder im Gehirn zu ersetzen und dabei auftauchende Gefühle und Themen mit einfachen Bildern zu versorgen und zu würdigen.

In Verbindung mit dem Anliegen erarbeiten wir eine Bildaufgabe. Das Bild wird dann langsam und mit liebevoller Aufmerksamkeit gemalt. Diese hirngerechten Bilder steuern Gefühle und Handlungen so, dass neues Verhalten und Erleben möglich wird.

Das Besondere an der Lösungs-orientierten Maltherapie (LOM®) ist, dass es nicht mit dem Ausdruck eines bestimmten Themas, sondern vielmehr mit dem Eindruck der neu gemalten und klaren Bilder arbeitet.

Wie wirkt LOM®?

Durch die Verknüpfung von belastenden Themen mit einfachen und neutralen Bildmetaphern können wir über das Malen auf einer inhaltlich unbelasteten Ebene arbeiten. 

Dabei spielt der Malprozess die Hauptrolle. Er fordert heraus, freut und heilt. 

Da unser Gehirn immer im Jetzt ist, speichert es auch genau diese Erfahrung im Zusammenhang mit dem ursprünglich belastenden Themen ab und überschreibt Vorheriges. Diese neuen, »in Ordnung gebrachten« Bilder werden im Gedächtnis dauerhaft abgelegt und haben direkten Einfluss auf die Verschaltungen im Hirn. 

Die Art, wie Bilder jenseits des Denkens auf uns wirken, kann nun das Empfinden, Denken und Handeln der Malenden neu leiten und Orientierung bieten. Die Stärke der Belastung wird nach jedem fertig gemalten Bild mit einer Werteskalierung erhoben, so dass die Veränderung direkt erlebbar wird.

Für wen ist LOM® geeignet ?



Die einzige Voraussetzung für LOM® ist der Wunsch nach Klärung und Veränderung. Es macht nichts, wenn Sie von sich selbst denken, dass Sie nicht malen können. Das spielt keine Rolle. LOM® ist in jedem Alter möglich.

Mit dem Lösungsorientierten Malen (LOM®) haben Sie die Chance, Ihre alten belastenden Themen im wahrsten Sinne des Wortes zu er­-lösen.

Sie können mit LOM® verschiedene Anliegen bearbeiten:

Symptome wie Ängste, Panikattacken, störende Verhaltensmuster, alte Glaubenssätze, Burnout, Schmerzen, Stress, Essstörungen, übermäßige Trauer, Verstimmungszustände, Gefühle von Alleinsein und Verlorenheit u.v.m.

Traumata, ausgelöst durch Unfälle, Krankenhaus­aufenthalte, sexualisierte oder andere Gewalterleb­nisse, sowie frühe seelische Verletzungen in der Kindheit u. A.

Beziehungskonflikte in der Partnerschaft, mit Eltern, Geschwistern, im Freundeskreis und Kollegium ...

Abschied und Neubeginn bei Trennungen, nach dem Tod eines geliebten Menschen, wenn Kinder nach der Scheidung an »Mama-­ oder Papaweh« leiden.

Entscheidungshilfe, wenn zur Zeit mehrere Möglichkeiten die gleiche Priorität haben und der Verstand nicht weiterhilft.

Projekte, die nicht gelingen wollen. Eine Arbeit zu dem Willen für Veränderung.

Perspektivwechsel auf scheinbar verfahrene und unveränderbare Situationen.

Neue Fähigkeiten wie z. B. höhere Konzentration, bessere Lernfähigkeit, sicherer öffentlicher Auftritt, höhere Belastbarkeit u. A.

Das Besondere im LOM® bei Traumata

Von einem Trauma spricht man immer dann, wenn »Etwas« unerwartet plötzlich überwältigend oder langzeit wiederholend kränkend und verletzend in ein Leben eingedrungen ist, ohne dass Flucht oder Kampf möglich waren. Unser Körper versteht dann nicht, dass die Situation vorbei ist, sondern reagiert nach wie vor auf ähnliche Reize so, als ob das Ereignis aktuell wäre.

Der durch traumatisierende Ereignisse ausgelöste Schock verhindert, dass die dazugehörigen Bilder vollständig und in der tatsächlichen Reihenfolge bewusst erinnerbar sind. 

Durch das achtsame Malen von Erinnerungsbildern und das Abholen von be­gleitenden Sinnesempfindungen wie z. B. Tönen, Gerüchen u. a. kann Ordnung in die Abfolge der Erlebnisse gebracht werden. Wir nutzen hier die Veränderung der inneren Bilder, um die Auswirkun­gen von Traumata dauerhaft stabil unwirksam zu machen. 

Anschließend lässt sich das Trauma zwar noch erinnern, jedoch ohne beeinträchtigende Emo­tionen. Das Ende und somit das unmissver-ständliche Wissen darüber, dass die Gefahr tatsächlich vorbei ist, wird ins Bewusstsein gebracht und dort neu ab­gespeichert. 

Das Trauma verliert seine Wirksamkeit. Ruhe kehrt ein